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	<title>Andy Sauerwein</title>
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	<description>Der normale Wahnsinn</description>
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		<title>Hundeleben</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 10:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir ist langweilig. Wenn mir langweilig ist, bringe ich meinem Hund unsinnige Kommandos bei. „Camillo, mach mal Rolle!“ &#8211; Hund dreht sich. „Camillo, mach mal Verbeugung!“ Hund verbeugt sich. „Camillo, wie macht der müde Hund?“ Hund fängt an, zu gähnen. Vormittags gähnt er besonders laut. Mir ist immer noch langweilig, also filme ich das Ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/Hund.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-112" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/Hund-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Mir ist langweilig. Wenn mir langweilig ist, bringe ich meinem Hund unsinnige Kommandos bei.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;"> „Camillo, mach mal Rolle!“ &#8211; Hund dreht sich.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„<span style="font-size: medium;">Camillo, mach mal Verbeugung!“ Hund verbeugt sich.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„<span style="font-size: medium;">Camillo, wie macht der müde Hund?“ Hund fängt an, zu gähnen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Vormittags gähnt er besonders laut. Mir ist immer noch langweilig, also filme ich das Ganze und poste es auf Youtube. Zwischen meinen ganzen Auftrittsvideos ist jetzt ein 30-Sekunden-Clip mit dem Titel zu sehen: „Camillo, the tired dog.“  Darauf erkläre ich im schlechten Englisch: „This is Camillo. Camillo is really tired. Camillo, wie macht der müde Hund?“ &#8211; Hund gähnt laut und mitreißend – aus.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Zwei Tage später hat das Vieh mehr Klicks als alle meine bisherigen Videos zusammen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Mein Agent ruft an: „Nimm den Hund doch mit auf die Bühne und präsentiere seine Kunststücke vor Publikum!“ Mach ich noch am gleichen Tag. Nach der Vorstellung kommt ein Mädchen auf mich zu. Es ist die hübsche Lena, die mir mit einem Zwinkern sagt, sie würde mit Camillo gerne mal Gassi gehen. Ich zwinkere zurück und sage, dass der Camillo sich darüber bestimmt freuen würde. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Schon am nächsten Tag stehe ich mit dem Hund am Treffpunkt und sehe die hübsche Lena auf mich zukommen. Sie grinst mich an, nimmt mir die Leine aus der Hand und sagt: „Ich bring` ihn dir in zwei Stunden wieder, bis dann.“ Während sie mit meinem Hund davonmarschiert und ich noch nach Worten suche, wie „Ähm,&#8230;moment,&#8230;aber&#8230;hej&#8230;“ klingelt mein Handy, mein Agent ist dran: „Hat dein Hund schon was für Dienstag in drei Wochen im Kalender stehen? Da könnte er in Berlin auftreten.“ „Äh, wie? Keine Ahnung, er ist gerade nicht da, ich frag ihn später mal.“</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Inzwischen fordert die Youtube-Fangemeinde weitere lustige Tricks von Camillo. Ich stelle eins ein, wie er auf Kommando niest und ich ihm mit einem Taschentuch die Nase putze. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Drei Tage und 15000 Klicks später: die Firma Tempo engagiert meinen Hund als neue Werbefigur, ich muss ihn zum Filmdreh begleiten. In der Garderobe ist er umringt von Hundfriseuren, Nagelspezialisten und Visagisten, während ich ihm seine Fanpost vorlese. Beiläufig ruft jemand:</span> „<span style="font-size: medium;">Hat eigentlich jemand dem Herrchen schon was zu Fressen gegeben?“</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Neues Youtube-Video.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Ich sitze nur noch zu Hause rum und bügele, während mein Hund beim Dreh für die Hauptrolle der neuen Daily Soap „Sturm der Triebe“ ist. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Seine Anrufe werden immer seltener, wir haben uns kaum noch was zu sagen. Ich war zu blauäugig. Dass er längst mit meinem Agenten durchgebrannt ist, realisiere ich erst, als die Spedition vor der Tür steht, um seine Sachen abzuholen. Mein Ex-Agent versucht am Telefon zu trösten: „Komm schon Andy, es lief doch schon lange nicht mehr gut zwischen euch. Ein Hund kann nur so weit laufen, wie das Herrchen den Stock werfen kann. Er hat sich einfach weiterentwickelt, während du immer noch auf der Stelle stehst.“ Fassungslos starre ich in den Hörer und lege auf. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Die Spedition nimmt alles mit: seine Stoffwurst&#8230;unser erstes gemeinsames Stöckchen&#8230;. die Decke, die wir ZUSAMMEN ausgesucht und gekauft haben&#8230;Was mir bleibt, sind seine Videos auf Youtube.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: medium;">Camillo, the tired dog:</span></strong></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/zuRCjBn1ZCs?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Grand Prix de la Penivision</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 20. Mal veranstaltete das Schweinfurter Fanzine „Der kosmische Penis“ den legendären Liedermacher-Wettbewerb im Stattbahnhof. Ich war dabei. Mittlerweile ist es ja leider Gang und Gebe, dass man aus jedem Furz einen Wettbewerb machen muss. Das Publikum findet es meist super, für mich als Künstler ist es immer ein komisches Gefühl, daran teilzunehmen. In der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: small">Zum 20. Mal veranstaltete das Schweinfurter Fanzine „Der kosmische Penis“ den legendären Liedermacher-Wettbewerb im Stattbahnhof. Ich war dabei.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Mittlerweile ist es ja leider Gang und Gebe, dass man aus jedem Furz einen Wettbewerb machen muss. Das Publikum findet es meist super, für mich als Künstler ist es immer ein komisches Gefühl, daran teilzunehmen. In der Garderobe trifft man auf nette Kollegen, die sich seit Jahren kennen, auf der Bühne ist man plötzlich Konkurrent und es werden Äpfel mit Birnen verglichen: Wer ist nun besser? &#8211; der Politkabarettist, der Jongleur, oder doch der Mittvierziger im Ballett-Tutu? Der geschätzte Kollege Nils Heinrich hat darüber erst kürzlich ein sehr schönes Stück geschrieben („Der Preis“). Aber man geht trotzdem hin, macht mit, denn es ist ja schließlich Presse da und ein eventueller Gewinn macht sich gut bei den Referenzen. Ernst nimmt man solche Wettbewerbe schon lange nicht mehr: An einem Tag wird man Erster, um dann eine Woche später bei gleichen Kollegen mit den selben Nummern auf dem letzten Platz zu landen.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Um so schöner ist es, einmal an einem Wettbewerb teilzunehmen, der alles auf den Kopf stellt und den selbst das Publikum nicht wirklich ernst nimmt! Seit 20 Jahren veranstaltet das Fanzine „Der Kosmische Penis“ nun schon eine Gegenveranstaltung zum Eurovision-Song-Contest mit dem Titel „Grand Prix de la Penivision“. Erlaubt ist prinzipiell alles, nur eigene Lieder müssen es sein und nach 5 Min ist Schluss. Und 5 Minuten können manchmal verdammt lange sein! </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Die Schweinfurter lieben ihren Wettbewerb im Stattbahnhof, einige nehmen seit Jahren daran teil, es gibt Familien-interne Duelle, wer besser abschneidet: Die aufgebretzelte Tochter an der Gitarre oder der Vater im Super-Mario-Kostüm und Seifenblasenmaschine? Selbst Münchner Songwriter fahren extra nach Schweinfurt, um ihr Lied vom determinierten Marvin vorzutragen, dessen Leben schon jetzt vorüber ist, weil seine Mutter im Passat raucht. Man hält sich den Bauch vor Lachen, um im nächsten Moment in einer sphärischen wunderschönen Ballade von der Würzburgerin Karo dahinzuschwelgen. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Moderator Dr. Teppichklopfer führt mit seiner Assistentin, die jährlich den Namen wechselt, sympathisch durch das Programm und hat selbst den größten Spaß daran, die Preise vorzustellen: ein Kinder-Schifferklavier, ein Darth-Vader-Dildo, einen Kasten Roth-Bier usw. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Gewonnen haben übrigens gestern zwei Jungs, die kurzerhand ein Lied von anderen Teilnehmern gecovert haben, das zehn Minuten vor ihnen gespielt wurde und ihnen offensichtlich besser gefallen hat, als ihr eigenes. Dafür gab es dann auch die Sieger-Trophäe, einem 50 Zentimeter großen, goldenen Phallus mit Flügeln. Die eigentlichen Urheber des Sieger-Songs waren auf Platz 10, feierten aber trotzdem ausgiebigst zusammen mit den Plagiat-Champions. So schön kann Wettbewerb sein!</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium"><br />
</span></span></strong></p>
<p><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/goldener-Penis-II.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-106" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/goldener-Penis-II-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Das Duo &#8220;Amelie aus dem All&#8221;</p>
<p><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/goldener-penis.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-107" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/goldener-penis-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>4. Platz, aber schönste Trophäe: Tarnflecken-Penis mit Möhre darauf.</p>
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		<title>Mein schlimmster Auftritt</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 06:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange habe ich gebraucht, um darüber reden zu können. Es war am 8. März 2012. Weltfrauentag. Das Engagement kam sehr kurzfristig, „Eventveranstaltung anlässlich des Weltfrauentags“, sagte mein Manager mir noch einen Tag zuvor. Prima, nur Frauen, denke ich. Dafür habe ich ein super Programm. Noch auf der Hinfahrt sagte mir der Gastwirt am Telefon: „Gemischtes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: small"><em>Lange habe ich gebraucht, um darüber reden zu können. Es war am 8. März 2012. </em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: small"><em>Weltfrauentag.</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: small"><em><br />
</em></span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Das Engagement kam sehr kurzfristig, „Eventveranstaltung anlässlich des Weltfrauentags“, sagte mein Manager mir noch einen Tag zuvor. Prima, nur Frauen, denke ich. Dafür habe ich ein super Programm. Noch auf der Hinfahrt sagte mir der Gastwirt am Telefon: „Gemischtes Alter, von alt bis jung alles dabei!“ </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Typisches Kabarettpublikum eben.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">600 km und drei Hörbücher später komme ich pünktlich um 12 Uhr in einem Gasthof im Niederoderbruch an. Der Gastwirt begrüßt mich äußerst gut gelaunt: „Aaaah, der Herr Kabarettist! Schön, dass sie die weite Fahrt auf sich genommen haben! Hätten sie denn Interesse, öfters von uns engagiert zu werden?“ Ich fühle mich geehrt und antworte ganz bescheiden, er solle sich doch erst mal meinen Auftritt ansehen, bevor er die nächsten Termine mit mir ausmacht. „Ja, da sehe ich keine Probleme, unsere Gäste sind übrigens im Alter von 50 Jahren aufwärts und immer gut gelaunt.“ Noch bevor ich genauer nachfragen kann, verschwindet er auch schon wieder, während mich im gleichen Moment eine polnische Bedienung am Arm packt und mir den Saal zeigt. Der Raum erweist sich als umgebaute Scheune, leider ohne Bühne. Der mir zugewiesene Stellplatz ist genau im Durchgang zum Vorraum, ich spüre jetzt schon den Zug, den ich bald im Nacken haben werde. Die Polin erklärt kurz: „Cirrrca 200 Gäste, die Busse kommen um 14 Uhrrr, bis dahin muss alles aufgebaut sein.“ und verschwindet wieder.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Sagte sie „Busse“?</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">13.15 Uhr: während des Aufbaus läuft eine zweite Bedienung an mir vorbei und fragt mich verblüfft: „Ich dachte, sie wären ein Trio?“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">13.30 Uhr: der Gastwirt begutachtet mein E-Piano und die Anlage, um dann mit Blick auf die Kabel zu kommentieren: „Wir sollten noch alles Rollator-sicher abkleben.“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">13.48 Uhr: Ich werde von der ganzen Belegschaft plötzlich nur noch „Herr Alleinunterhalter“ genannt. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">14:01 Uhr: Drei Reisebusse mit verdunkelten Scheiben fahren vor. Mit einem lauten Zischen öffnet sich die vordere Tür des ersten Busses und es steigen summiert 400 Jahre aus &#8211; und das sind nur die ersten 5 Personen. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">14:12 Uhr: Heimlich mache ich ein Foto mit meinem Handy, während es die Ersten in die Scheune schaffen. Mit kritischem Blick laufen sie an meinem Piano vorbei. „Aber nicht so laut!“ blafft mich eine Dame mit Krückstock an, den sie noch beängstigend gut hochhalten kann. Dabei hab ich noch keinen einzigen Ton gespielt.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">14:31 Uhr: Der Gastwirt kündigt mich an. „&#8230;und nun wünsche ich ihnen viel Spaß mit dem bekannten Unterhalter Alexander Sauerwein!“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Ich versuche locker zu bleiben und eröffne mit dem Satz „Liebe Gäste, es tut mir leid, ich bin nicht der Stripper, auf den sie alle warten!“ Gelächter. Na also, kann ja noch werden. Am besten spiele ich gleich mein Bobby-Car-Song, das kennen die, haben ja schließlich alle Enkel.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">14:37 Uhr: Sie haben keine Enkel. Ein verlegenes Klatschen folgt, noch ist alles möglich. Dann halte ich eben meinen Franz Liszt &#8211; Vortrag, den kennen die sicher noch persönlich. Ich ziehe meinen Frack über und spiele den charming Boy: „Na, wie sehe ich aus?“ Prompt kommt vom Tisch neben mir ein Zuruf: „Junger Mann, die Schuhe passen ja wohl mal gar nicht dazu!“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">14:50 Uhr: Ich leiere mich durch mein Programm und spiele meine Paradenummer „kranker Mann“. Ein darin enthaltener Satz: „Morgen lebe ich nicht mehr“. Fehler, Sauerwein, böser Fehler, denke ich mir noch, aber zu spät. Von rechts empört sich jemand: „Der sagt, morgen leben wir nicht mehr?!“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">200 hochagressive Augenpaare machen mir nun deutlich, dass es ab sofort um <em>mein</em> Leben geht. Ich muss unentwegt an den ersten Otto-Film denken, in dem genau so eine Szene dargestellt wird. Er muss das gleiche wie ich erlebt haben. Die Dame mit dem Krückstock kommt auf mich zu und während ich singe, beschimpft sie mich von der Seite: „So einen Riesen-Quatsch habe ich ja noch nie gehört!“ In anderen Situationen vielleicht ein Kompliment&#8230;</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">14:58 Uhr: Ich zittere am ganzen Körper, schwitze wie noch nie, der Mob stiert mich mit funkelnden Augen an. Jeden Moment knallts. Plötzlich tippt mich von hinten jemand an, ich zucke zusammen, aber es ist nur die Polin, die mir sagt: „Es ist zu laut, leiserrr bitte!“ Ich kündige mein  letztes Lied an, einer ruft „Juhuu!“ und kürze es dezent um die Hälfte ab, Schlussakkord. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Stille. Keiner klatscht. KEINER. Betreten gehe ich in den Vorraum.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Der Gastwirt läuft an mir vorbei. Er spricht kein Wort mehr mit mir. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">15:35 Uhr: Die Polin zahlt mich aus und versucht zu trösten: „Kopf hoch, allerrr Anfang ist schwerrr, sie müssen iben, iben, iben&#8230;.“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Ich steige schweigend ins Auto und bekomme noch mit, wie nach mir ein Frührentner sein Keyboard aufbaut, eine Diskette einschiebt und Schneewalzer vortäuscht. 200 Rentner jauchzen auf und fangen an zu tanzen.</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: small">Foto: 15 min vor Beginn, der Mob infernalis</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: small"><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/Landgastfhof-Liepe2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-102" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/05/Landgastfhof-Liepe2-e1336025505139-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><br />
</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium"><br />
</span></span></strong></p>
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		<title>Der Jazzer</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 13:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Montag abend ist im Würzburger Kultclub „Omnibus“ immer Jamsession. Die Jazz-Studenten treffen sich dort, klären kurz, welches Lied sie spielen und für die nächsten 30 Minuten hört man dann „All the things you are“. Angeblich sind ja Mathematiker die Nerds unter den Studenten. Wer das behauptet, hat sich noch nie mit einem Jazzer unterhalten. Pardon, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: medium">Montag abend ist im Würzburger Kultclub „Omnibus“ immer Jamsession. Die Jazz-Studenten treffen sich dort, klären kurz, welches Lied sie spielen und für die nächsten 30 Minuten hört man dann „All the things you are“.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: medium">Angeblich sind ja Mathematiker die Nerds unter den Studenten. Wer das behauptet, hat sich noch nie mit einem Jazzer unterhalten. Pardon, unterhalten <em>wollen</em>. In der Regel hört der einen nämlich gar nicht, bei der Jam-Session haben die meisten Ohrenstöpsel drin, um ihr Gehör zu schonen. Wahrscheinlich klingt Jazz deshalb immer so abgedreht: Weil im Grunde genommen keiner hört, was er da eigentlich spielt. Sollte einmal der Combo auf der Bühne mitten im Lied die Stöpsel aus den Ohren poppen, dann würden wahrscheinlich alle im nächsten Moment von Bebop auf Menuett switchen. </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: medium">Aber die Ohrenstöpsel bleiben drin, „damit ich morgen transkribieren kann“, erklärt mir der „Smile“. Jazzer haben nämlich immer abgedrehte Spitznamen und so stehen heute auf der Bühne der „Nuts“, „Fussel“ und der „Klopper“. Klopper spielt seltsamerweise nicht die „<em>Drums</em>“, sondern „<em>Brass</em>“ und trägt einen roten Samtsakko mit Strickwollpulli in gleicher Farbe drunter. Nur die Schneekristalle darauf halten sich in einem <em>smoothen</em> Rosa. </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: medium">Wichtig sind die Anglizismen bei den Jazzern. Eigentlich besteht die ganze Sprache des Jazzers nur aus Anglizismen, nur ab und zu rutscht ihm ein deutsches Wort raus. Wenn zum Beispiel „Die Strings layern, damit die Pattern in time sind und die Tension swingt.“ (Das deutsche Wort hierbei ist <em>swingen). </em></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: medium">Aber geredet wird natürlich erst nach der Session, wenn es dann weiter in die „Hohlstange“ geht, um dort bei einer ordentlichen Runde Kicker den Abend zu beschließen, bis das bestellte Taxi  da ist. Dummerweise stand der Saui letzten Montag plötzlich alleine am Kicker. Ich hatte den Taxi-Ruf nicht mitbekommen. </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: medium">Ich hatte ja noch die Ohrenstöpsel drin. </span></strong></p>
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		<title>Auf Kreuzfahrt IV: Der letzte Abend</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 09:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 19.-31. März bin ich als Comedian auf der AIDAcara engagiert. Die Fahrt geht von Madeira über Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden bis Kiel. Während dieser Zeit berichte ich immer wieder von meinen ganz persönlichen Reiseeindrücken. Der letzte Abend an Bord und das Showensemble der AIDAcara lässt es noch einmal krachen. Mit einer Märchenshow, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><em><span style="font-size: small">Von 19.-31. März bin ich als Comedian auf der AIDAcara engagiert. Die Fahrt geht von Madeira über Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden bis Kiel. Während dieser Zeit berichte ich immer wieder von meinen ganz persönlichen Reiseeindrücken.</span></em></span><span style="font-family: Arial,sans-serif"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Der letzte Abend an Bord und das Showensemble der AIDAcara lässt es noch einmal krachen. Mit  einer Märchenshow, in der Schneewittchen mit der Sense von Gevatter Tod Rapunzels Haare erwischt und der Prinz mehr den Hänsel als Gretel vermisst. Einige Eltern müssen an diesem Abend noch Überstunden machen, da für ihre Kinder einiges an Erklärungsbedarf nötig ist. Die meisten Zuschauer verschwinden aber recht zügig auf ihre Kabinen, um Koffer zu packen und diese dann vor die Tür zu stellen. AIDA bietet nämlich an, die Koffer am nächsten Tag runter ins Terminal zu bringen, so dass man selbst nicht sein schweres Gepäck über die Gangway von Bord tragen muss. Dieser Service soll vielen noch zum Verhängnis werden. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Ich beschließe den letzten Abend in der CrewBar. Auf der AIDAcara befindet sich die CrewBar, in die ausschließlich Besatzungsmitglieder dürfen, ganz vorne im Rumpf auf Wasserhöhe. Bei ordentlichen Seegang hört man hier die Wellen gegen die Wand schlagen, auch schaukelt es vorne am meisten. Was das Kickerspielen nicht unbedingt leichter macht, da die Ballbewegungen unberechenbare Reflexe verlangen. In den 12 Tagen an Bord habe ich mich beim Spielen aber ganz gut gemacht, mit Physiotherapeutin Dörthe ein Dreamteam gebildet und bringe nun Clubteambetreuerin Jenny und vor allem Tontechniker Ingo zur Weißglut. Jenny hat sich beim Kickerspielen bereits einmal so verausgabt, dass sie sich dabei eine Hand gebrochen hat. Ingo ist trotzdem mit ihrer heutigen Leistung nicht zufrieden und schimpft: „Du bleibst so lange wach, bis wir wenigstens einmal gewonnen haben!“ Jenny weiß da noch nicht, dass sie die Nacht durchmachen muss. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Vier Stunden später sind wir in Kiel und ich gehe von Bord. Am Ausgang der Cara steht ein verzweifelter Mann im Schlafanzug und verlangt seinen Koffer zurück, er hat vergessen, sich etwas für heute rauszulegen. Der Zug im Kieler Hauptbahnhof nach Hamburg ist gut gefüllt mit AIDA-Heimfahrern. Eine blondierte Mittvierzigerin mit ihrer Tochter setzt sich im Gepäckabteil neben mich und präsentiert mir stolz ihren Pilgerstab, den sie in Santiago di Compostela bekommen hat. Dafür musste sie gerade einmal 5 km laufen, was für die sportliche Mutti keine Strecke war, denn die ganzen zwei Wochen habe ich sie tagsüber immer auf dem Fitnessdeck und jeden Abend auf der Tanzfläche für ihre Energie bewundert. 2 Minuten später weigert sie sich, einem Fahrradfahrer Platz zu machen und ihren Koffer drei Stufen weiter hoch zu tragen. Der Fahrradfahrer verweist höflich, aber bestimmt auf sein Recht, dass das hier ein Fahrradabteil sei und Räder Vorrang haben. Ein polternder Rentner, der mir an Bord aufgrund seiner Nahkampferfahrung beim Kuchenbuffet auffiel, mischt sich ein und raunzt, er soll die Dame in Ruhe lassen.  Der Schaffner kommt hinzu und schmeißt überraschenderweise den verblüfften Radfahrer aus dem Zug, der laut schimpfend über die Verhältnisse bei der Bahn auf dem Bahnsteig zurückbleibt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Ich bin wieder in Deutschland.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium"><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/04/Jenny-und-Tobi.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-95" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/04/Jenny-und-Tobi-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: x-small">Bingo-Animateur Tobi und Jenny </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: x-small"><br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Auf Kreuzfahrt III: Seetag</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 12:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 18.-31. März bin ich auf der AIDAcara als Comedian angestellt. Die Reise geht von Madeira über Marokko nach Spanien, Portugal, Frankreich bis Kiel.  Während dieser Zeit werde ich immer wieder über meine persönlichen Reiseeindrücke berichten. Während des Seetages nach Göteborg kommt der Mikrokosmos AIDA ganz zur Geltung. Das Schiff bewegt sich durch die aufgewühlte Nordsee und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von 18.-31. März bin ich auf der AIDAcara als Comedian angestellt. Die Reise geht von Madeira über Marokko nach Spanien, Portugal, Frankreich bis Kiel.  Während dieser Zeit werde ich immer wieder über meine persönlichen Reiseeindrücke berichten. </em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Während des Seetages nach Göteborg kommt der Mikrokosmos AIDA ganz zur Geltung. Das Schiff bewegt sich durch die aufgewühlte Nordsee und die Passagiere schwanken durch die Flure. Die meisten haben mit den Wellen zu kämpfen und knallen wie Betrunkene immer wieder gegen Säulen und Geländer. Interessanterweise lässt sich mit Alkohol dagegen angehen, da sich dann das Gleichgewichtsgefühl mit der Schiffsbewegung angleicht. Wer hier also problemlos geradeaus läuft, hat meist bereits 10 Ramazotti intus.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Auch scheint bei manchen das Hirn ordentlich durchgewühlt zu werden: Während ich an der Reling stehe und aufs Meer schaue, stellt sich jein Mann neben mich und überlegt, wie er ein Gespräch beginnen soll. Irgendwann fällt ihm die scheinbar passende Frage ein und er setzt an: „Na, auch auf dem Weg nach Göteborg?“ Da ihm scheinbar auch nach drei Sekunden Schweigen nicht bewusst wird, was er da eigentlich gerade verzapft, antworte ich nur kurz: „Nee, ich bieg vorher links ab.“</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Selbst wenn man aus allen Bullaugen momentan nur Wasser sieht, ist offensichtlich einigen Passagieren immer noch nicht bewusst, dass sie sich auf einem Schiff befinden.So hält das eine Frau im Duty Free Shop nicht davon ab, die Verkäuferin zu fragen: „Bekommen sie denn heute noch neue Ohrringe rein?“ Fast zeitgleich knallt draußen eine Rentnerin gegen die Glastür und behauptet, die Tür hätte sie angegriffen. An der Rezeption hat man sich ebenfalls beschwert, allerdings nicht über aggressive Türen, sondern dass an Bord zuviel gegrüßt wird, man möchte doch bitte davon Abstand nehmen, schließlich will man sich ja auch noch irgendwann erholen können. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Die Besatzung an Bord ist da bereits einiges gewöhnt. Getreu dem Motto „Es gibt nichts, was es nicht gibt“ überraschte es auch den Scout zu Beginn der Fahrradtour in Le Havre am Vortag nicht mehr, dass eine Dame ihren Fahrradhelm falsch herum aufsetzt. Sofort muss sie sich die Frage gefallen lassen, ob sie denn schon einmal Fahrrad gefahren ist, denn: Es gibt nichts, was es nicht gibt.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Vollkommen diffus wird es beim Abendessen, als mir ein Pärchen erklärt, weshalb sie die Landausflüge nicht mehr mitmacht und nur noch zu den Vorträgen ins Bordtheater kommt: „Wir schauen uns bei der Vorstellung dann immer die Fotos an, das kostet ja nichts und dann sehen wir das ja auch.“ Mein Ratschlag, sich vielleicht die ganze Schiffsreise zu sparen und künftig mittels Google Earth auf Weltreise zu gehen, stößt aber dann trotzdem wieder auf Unverständnis. Dann könne man ja nicht an den Workshops teilnehmen. Aha, es sind also die angebotenen Seminare, die manche dazu animieren, auf Kreuzfahrt zu gehen. Sofort überlege ich mir Kurse, die für viele an Bord interessant klingen könnten:</span></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Wasserski für Anfänger: Jeder nur ein Versuch.“</span></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Pimp your Rollator- die passenden Slicks für die Anytime Bar“</span></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">So werde ich Frau Kapitän – Tips zum Andocken.“</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Sobald wir wieder in Kiel, werde ich gleich meine Vorschläge bei AIDA Entertainment abliefern.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium"><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/AIDAcara-Mrz-2012-168.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-92" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/AIDAcara-Mrz-2012-168-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Foto: Der Mal- und Basteltreff trifft sich täglich um 16 Uhr.</span></span></p>
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		<title>Auf Kreuzfahrt II: Cadìz und Lissabon</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 15:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 19.-31. März bin ich als Comedian auf der AIDAcara engagiert. Die Fahrt geht von Madeira über Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden bis Kiel. Während dieser Zeit berichte ich immer wieder von meinen ganz persönlichen Reiseeindrücken. Der Bruch von den aufdringlichen geschäftstüchtigen Marokkanern zu den eher lässigen Spaniern ist hart. Gerade habe ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von 19.-31. März bin ich als Comedian auf der AIDAcara engagiert. Die Fahrt geht von Madeira über Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden bis Kiel. Während dieser Zeit berichte ich immer wieder von meinen ganz persönlichen Reiseeindrücken.</em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Der Bruch von den aufdringlichen geschäftstüchtigen Marokkanern zu den eher lässigen Spaniern ist hart. Gerade habe ich mich daran gewöhnt, alle fünf Sekunden laut zu bekunden, dass ich jetzt definitv <em>kein </em>Interesse an einem echten Perserteppich habe und auch keinen Tee mit der Familie trinken werde, schon finde ich mich am Domplatz von Cadiz wieder und beobachte, wie die Läden schließen.. Hier hat man noch Zeit für eine ausreichende Mittagspause, Punkt 13 Uhr fallen die Rolläden herunter und zwar ohne Kompromisse. Ich beobachte eine Reisegruppe, wie sie die Hände mit Souvenirs vollpackt und Richtung Verkäufer geht, um zu bezahlen. Rigoros schlägt er ihnen die Tür vor der Nase zu und schließt ab-Siesta geht eben vor. Zwei Stunden stehen sie sich die Beine in den Bauch und müssen warten, bis sie wieder raus dürfen. Warten muss ich auch an der Kasse zum Aussichtsturm Torre Tariva, vor mir verkündet ein Schwabe seiner Frau und der ganzen Schlage laut seinen Plan für die nächste halbe Stunde: „Da geh`mer glei`oube nauf und dann konn`mer nundergugge.“</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Gelassen geht es auch am nächsten Tag in Lissabon zu, mit einer zusätzlich depressiven Komponente ergibt das eine interessante Mischung, denn die meisten machen ihren Laden schon gar nicht mehr auf. Dass hier etwas mit dem Selbstverständnis der Portugiesen ordentlich schief läuft, bemerkt man bereits bei der Hafeneinfahrt: Eine Christus-Statue wie in Rio prangert an einem Berg, allerdings nicht ganz so groß, wie das brasilianische Modell. Unser Schiff fährt durch eine rotgoldene Hängebrücke durch, baugleich mit der berühmten Golden-Gate-Bridge, nur nicht ganz so groß. Kein Wunder, dass die Portugiesen Komplexe haben, nicht mal in der Finanzkrise können sie mit Griechenland mithalten – die haben eben noch mehr Schulden vorzuweisen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Ein Erlebnis ist die Fahrt mit der Linie 28, eine alte elektrische Straßenbahn, in die ich mit dem zweiten Gastkünstler Yoolio einsteige. Immer in der Bahn mit dabei: Die Taschendiebe, laut Yoolio nennt man sie hier „Schmalspurganoven“. An der Endstation findet man in der Nähe den Flohmarkt „Feira da Ladra“ und wenn man Glück hat, auch wieder seine Brieftasche. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Um Mitternacht legt die AIDAcara wieder ab, das Panorama ist überwältigend und ich erstarre in Ehrfurcht und Demut vor diesem Erlebnis, das aber jäh unterbrochen wird, weil sich ein Schwaben-Pärchen unbemerkt neben mich gestellt hat und in die Nacht raunzt: „Gugge ma do, des isch brudal!“</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Schwaben sollten ein eigenes Deck an Bord bekommen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium"><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/Schmalspurganoven-in-Lissabon.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-90" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/Schmalspurganoven-in-Lissabon-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></span></span></p>
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		<title>Auf Kreuzfahrt I: Tanger, Marokko</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 15:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 19.-31. März bin ich als Comedian auf der AIDAcara engagiert. Die Fahrt geht von Madeira über Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden bis Kiel. Während dieser Zeit berichte ich immer wieder von meinen ganz persönlichen Reiseeindrücken. 21. März 2012 Frühlingsbeginn in Tanger und man kann entlang der Straße von Gibraltar bis auf das spanische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: small"><em>Von 19.-31. März bin ich als Comedian auf der AIDAcara engagiert. Die Fahrt geht von Madeira über Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden bis Kiel. Während dieser Zeit berichte ich immer wieder von meinen ganz persönlichen Reiseeindrücken. <a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/AIDAcara-Mrz-2012-021.jpg"></a></em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">21. März 2012</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Frühlingsbeginn in Tanger und man kann entlang der Straße von Gibraltar bis auf das spanische Festland sehen. Am Kai warten bereits etliche Marokkaner auf die Passagiere, um ihnen gepflegt das Reisegeld aus der Tasche zu ziehen. Dazu haben sie ein dreistufiges Modell aufgebaut, das alle, die von Bord kommen, erst einmal durchlaufen müssen: </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Stufe 1, Basar: alte Postkarten, Wasserpfeifen, echt gefälschte D&amp;G-Handtaschen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Stufe 2, Stadtführer: Für 20 Euro eine Führung durch die Medina, Einladung zum Lunch (natürlich im Sinne des Stadtführers), Rückweg zum Schiff mit anschließender lauter Diskussion, weil natürlich 20 Euro pro Kopf gemeint waren. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Stufe 3, Taxifahrer: Für 20 Euro eine Fahrt durch die Medina, Rest siehe Stufe 2.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Nachdem ich mich dem Ganzen erfolgreich zur Wehr setzen konnte, laufe ich triumphierend Richtung Basar und mache gleich einen typischen Anfängerfehler: Ich fotografiere den Trubel an den Ständen. Sofort werde ich von einer Menschentraube umringt. Fünf Marokkaner wollen mir meine Kamera aus der Hand reißen, um damit ein Foto von mir zu machen, drei wollen mir eine bessere verkaufen. Der Großteil hingegen verlangt von mir 5 Euro, weil ich sie fotografiert habe, ohne gefragt zu haben. Meine missliche Lage wird einzig und allein dadurch gerettet, weil zufällig ein amerikanisches Pärchen Souvenir-behangen an uns vorbei läuft. Sofort werde ich links liegen gelassen,um den Amis blubbernd und kreischend hinterher zu ziehen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Am nächsten Stand befolge ich den Ratschlag unserers Lektors an Bord und kaufe mir eine „Gelabia“, der traditionell marokkanische Umhang. Laut Gerrit falle ich mit diesem Kaftan nicht mehr als Tourist auf und man lässt mich in Ruhe. Also suche ich mir auch mit Hinblick auf den nächsten Fasching einen wirklich schönen Umhang aus, überwiegend weiß, an der Seite rotgoldene Verzierungen und den Gürtel gab es gleich kostenlos dazu. Ich kann den Händler um die Hälfte runterhandeln, werde aber den Eindruck beim Anblick des bis über beide Backen strahlenden Verkäufers nicht los, trotzdem übers Ohr gehauen worden zu sein. Natürlich ziehe ich meinen Neuerwerb gleich über und schreite davon, während der Verkäufer und die hinzugekommenen Kollegen der Nachbarstände mich laut lachend verabschieden. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Von nun an bin ich zwar nicht unsichtbar, allerdings werde ich auch nicht mehr belästigt. Der Blick der Marokkaner ist eher fassungslos bis belustigend, scheinbar sehen sie einen Europäer eher selten in ihrer Kleidung. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Von einer Bank aus beobachte ich die Tricks der Verkäufer genauer. Zufällig hat jeder von ihnen Verwandte im Heimatland des gerade angesprochenen Touristen. Einer hat es in 15 min auf drei Onkels in Halle und zwei Schwestern in Bologna gebracht. Seine Tochter studiert gerade Pharmazie in Uppsala und er war selbst 20 Jahre in Texas. Keine schlechte Leistung für einen 12-jähirgen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Ähnliche Beobachtungen haben auch die anderen Crewmitglieder gemacht, als wir abends zum Austausch unserer Tageserlebnisse gemeinsam an der Bar sitzen. Der Brüller für Lektor Gerrit war allerdings meine stolz präsentierte Gelabia, die in Wirklichkeit eine „Abaya“ war und das tragen in Marokko nur die Frauen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium"> <a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/AIDAcara-Mrz-2012-021.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-88" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/AIDAcara-Mrz-2012-021-300x224.jpg" alt="Hafen von Tanger. Im Hintergrund die Straße von Gibraltar." width="300" height="224" /></a></span></span></p>
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		<title>Leverkusen gewinnt gegen Barca (7. März 2012)</title>
		<link>http://andysauerwein.de/cms/index.php/leverkusen-gewinnt-gegen-barca-7-marz-2012/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 22:24:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Barca gegen Leverkusen: 7:1. Wow, da musste ich direkt mein Bier wegstellen, weil eine Hand zum Torezählen gar nicht mehr ausgereicht hat. Davon waren 5 Tore von Lionel Messi. Sicherlich hat er sich den Namen nur ausgedacht, um die Abwehrspieler zusätzlich zu provozieren. Die sehen ja immer nur seinen Rücken und da steht dann drauf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif"><strong>Barca gegen Leverkusen: 7:1. Wow, da musste ich direkt mein Bier wegstellen, weil eine Hand zum Torezählen gar nicht mehr ausgereicht hat. Davon waren 5 Tore von Lionel Messi. Sicherlich hat er sich den Namen nur ausgedacht, um die Abwehrspieler zusätzlich zu provozieren. Die sehen ja immer nur seinen Rücken und da steht dann drauf, was er gerade mit der Abwehr veranstaltet.</strong></span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif"><strong>Addiert man beide Spiele, hat Leverkusen sogar 10:2 verloren. Man kann aber auch die Messi-Tore abziehen: dann hat Leverkusen nur 4:2 verloren. Geht ja noch. Damit muss man gleich die Jungs in der Garderobe aufbauen: „Hey, halb so wild! Ohne Messi wären es nur vier Gegentreffer gewesen!“ Aber Leverkusen hat ja sicherlich gute Psychologen, die sowas können. Trotzdem hat die Bayer-Elf gewonnen. Also, rein mental. Nach dem Spiel ist nämich keiner zum Lionel, um mit ihm Trikot zu tauschen. Das hat ihn ganz verwirrt, den Armen. Wie ein Küken, das sich verlaufen hat, ist er über den Platz geeiert. In solchen Fällen ist es immer sinnvoll ein Handy einstecken zu haben, um sinnlose SMSen zu schreiben. Oder um zu twittern: „Bin auf dem Platz, warum tauscht keiner Trikot?“ Hatte er aber gerade keines einstecken. Schließlich hat er sich dann verlegen und konsterniert den Ball geschnappt und ist ab in die Kabine. Für heute muss die Waschfrau von Barcelona ausnahmsweise die eigenen Trikots waschen&#8230;.</strong></span></p>
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		<title>Projekt &#8220;Oma versenken&#8221; Teil II: Die Mc-Verschwörung</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 09:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy Sauerwein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andys Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgeschichte: Den ganzen Sommer 2011 über hat mich während meiner Rennradtouren immer wieder eine Oma auf ihrem E-Bike überholt. Ich beschließe, das nicht länger auf mir sitzen zu lassen und starte ab sofort ein knallhartes Training. Als Vorbereitung melde ich mich für etliche Radrennen und Radmarathons an, um beim nächsten Aufeinandertreffen mit dem Rentnerflitzer gewappnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><em>Vorgeschichte:</em></span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><em>Den ganzen Sommer 2011 über hat mich während meiner Rennradtouren immer wieder eine Oma auf ihrem E-Bike überholt. Ich beschließe, das nicht länger auf mir sitzen zu lassen und starte ab sofort ein knallhartes Training. Als Vorbereitung melde ich mich für etliche Radrennen und Radmarathons an, um beim nächsten Aufeinandertreffen mit dem Rentnerflitzer gewappnet zu sein.</em></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><em><br />
</em></span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">24.-31. Dezember</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Weihnachten ist dann, wenn man dreimal die Woche joggen geht und trotzdem zwei Kilo zunimmt. Auweia. Ich bin mir sicher, es sind nur neue Muskeln&#8230;.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><br />
</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">1. Januar, 10 Uhr vormittags</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Ich beschließe ein Zeichen zu setzen und das Würzburger McFit auf eine harte Probe zu stellen: Mal sehen, ob es wirklich 24 Stunden am Tag geöffnet hat. Die rechnen mit Sicherheit nicht, dass ausgerechnet an Neujahr jemand trainieren will&#8230; na, die werden Augen machen! </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Als ich eintrete, trifft mich fast der Schlag: Alle Geräte sind besetzt, an den Spinning-Bikes bilden sich sogar Schlangen von trainingswütigen Sportfanatikern, die ihr isotonisches Getränk gleich im Bauch lagernd mitgebracht haben. </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Die immer gut gelaunte Mitarbeiterin sieht mein verdutztes Gesicht und erklärt: „Typisch, zu Jahresanfang wollen immer alle gleich am ersten Tag ihre guten Vorsätze in die Tat umsetzen!“ Na toll. Ich beschließe, morgen wieder zu kommen und gehe unverrichteter Dinge wieder nach Hause.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><br />
</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">2. Januar</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Geht doch, alles leer!</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Nach einem kurzen Warm up am Rudergerät klemme ich mich hinter die Beinpresse. Dieses Gerät funktioniert ähnlich wie eine Zitronenpresse, bloß anders herum: In diesem Fall bin ich die Zitrone, die versucht sich heraus zu quetschen. Ich bekomme plötzlich spontan Hunger auf Schnitzel, während mich durch das Fenster das McDonalds Emblem von draußen anlächelt. </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Offensichtlich gibt es einen geheimen Deal zwischen McFit und McDonalds, denn in allen Städten sind Fitness- und Fresskette nie weit auseinander. Quasi eine Win-Win-Situation: Da geht man also nach 2 Stunden Training mit brummelnden Magen aus dem Studio und denkt sich dann im Angesicht des „goldenen M“: „Mööönsch, da hol ich mir doch jetzt gleich mal ein Burger!“ Anschließend kommst du gut gefüllt aus dem Laden wieder heraus und denkst dir beim Blick zum McFit-Logo: „Uff, ich muss dringend wieder trainieren.“ </span></strong></p>
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<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Vielleicht sollte man bei der nächsten Vermissten-Anzeige einfach erst einmal abchecken, ob die gesuchte Person nicht einfach unaufhörlich zwischen McFit und McDonalds hin und her pendelt und einfach nicht mehr aus diesem Teufelskreis herauskam.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><br />
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<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Ende Februar:</span></strong></p>
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<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif">Langsam wird die Sache ernst: Ich bin mittlerweile bei fast 10 Stunden Training die Woche. Ich kenne jetzt nicht nur Begriffe wie „Kreuzheben“ und „Waden Curls“, sondern weiß sie auch zu benutzen. Außerdem habe ich mich für das erste Rennen der Saison angemeldet: An Ostermontag geht es zum Klassiker „Rund um Köln“. Also ranhalten, Sauerwein.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"> </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif"><a href="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/Foto.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-82" src="http://andysauerwein.de/cms/wp-content/uploads/2012/03/Foto-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><br />
</span></strong></p>
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